Dęblin Fortress, Militärfestung in Dęblin, Polen
Die Dęblin-Festung ist eine Militäranlage aus dem 19. Jahrhundert, die sich an der Mündung von Wieprz und Weichsel erstreckt und aus mehreren defensiven Strukturen an beiden Flussufern besteht. Die insgesamt sieben Befestigungswerke sind auf beide Seiten der Weichsel verteilt, wobei drei auf der rechten Seite stehen.
Die Anlage wurde zwischen 1837 und 1847 unter Aufsicht des russischen Generals Iwan Dehn erbaut, als Polen unter russischer Herrschaft stand. Später diente die Festung im Zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangenenlager und hielt Häftlinge aus mehreren Ländern Europas und Afrikas fest.
Die Festung zeigt die Bedeutung von Flussübergängen im 19. Jahrhundert für militärische Strategien in der Region. Besucher können heute noch sehen, wie die Architektur die wichtige Position zwischen zwei Flüssen nutzte.
Der beste Weg, die Anlage zu erkunden, ist zu Fuß und die Überquerung der Brücke zwischen den Ufern zu planen, um alle Strukturen auf beiden Seiten zu sehen. Das Gelände kann feucht und uneben sein, besonders in der Nähe der Flussufer, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden hier etwa 2000 Gefangene aus mindestens fünf Ländern interniert, darunter französische, belgische, polnische, senegalesische und italienische Häftlinge. Die Ruinen der Lagerbaracken sind heute noch sichtbar und erinnern an diese bewegte Vergangenheit.
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