Hydrierwerke Pölitz, Industrieruinen an der Ostsee in Police, Polen.
Die Hydrierwerke Pölitz sind eine ehemalige Kohlevergasungsanlage bei Police in Nordwestpolen, deren Betontrümmer sich über ein großes Gelände verteilen. Mehrgeschossige Mauern und industrielle Strukturen prägen das Bild und zeigen die Ausmaße dieser früheren Produktionsstätte.
Die Anlage wurde 1937 gegründet und belieferte während des Zweiten Weltkriegs die deutsche Kriegswirtschaft mit synthetischem Treibstoff aus Kohle. Nach 1945 wurde die Produktion eingestellt und die Gebäude fielen der Zeit anheim.
Die Anlage ist heute ein Gedenkort für Menschen, die hier unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten. Der Ort trägt die Last dieser Geschichte in sich und wird von Besuchern mit Respekt betreten.
Der Zutritt zum Gelände ist schwierig, da viele Strukturen einsturzgefährdet sind und Mauern brüchig wirken. Besucher sollten nur auf ausgewiesenen Wegen bleiben und von großen Abstand zu beschädigten Gebäuden bewahren.
Die Anlage war spezialisiert auf die Bergius-Methode, ein komplexes Verfahren zur Umwandlung von Kohle in hochwertiges Benzin, das eine damals sehr fortschrittliche Technologie darstellte. Diese chemische Innovation war kriegsentscheidend, ermöglichte aber auch eine relativ hohe Produktivität auf kleinerer Fläche.
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