Małga, Verlassenes Dorf und Naturschutzgebiet in der Gmina Jedwabno, Polen
Małga ist ein verlassenes Dorf und gleichzeitig ein Naturschutzgebiet in der Gmina Jedwabno in Polen. Das Gebiet besteht aus Feuchtwiesen, kleinen Seen und Waldstücken, die vom Fluss Omulew durchzogen werden, und ist als IUCN-Kategorie-IV-Schutzgebiet klassifiziert.
Das Dorf Małga wurde bereits im 15. Jahrhundert bewohnt und war bekannt für kleine Eisenhütten, die lokale Eisenerze verarbeiteten und bis ins 18. Jahrhundert in Betrieb blieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet zwischen Małga und Muszaki in ein Militärgelände umgewandelt, die Bewohner wurden umgesiedelt, und 1991 wurde das Gebiet offiziell als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Die Kraniche sind der Grund, warum viele Menschen nach Małga kommen, besonders im Frühling und Herbst, wenn Tausende von Vögeln auf den Feuchtwiesen rasten. Ihr lautes Rufen ist weithin zu hören und prägt den Besuch des Gebiets auf eine unverwechselbare Weise.
Das Gebiet ist nicht erschlossen und hat keine befestigten Wege, daher sind festes Schuhwerk und Wetterschutz sehr empfehlenswert. Die besten Beobachtungsmöglichkeiten bieten sich im Frühling und Herbst, wenn der Vogelzug am stärksten ist.
Im Jahr 1450 versammelten sich die Bewohner von Małga, um dem Hochmeister des Deutschen Ordens Respekt zu erweisen, was zeigt, welche regionale Bedeutung das Dorf einst hatte. Heute erinnern nur noch die Umrisse alter Feldgrenzen und vereinzelte Mauerreste an diese Zeit.
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