Willa Eliza w Tenczynku, villa in Tenczynek, Poland
Willa Eliza ist ein zweistöckiges Backsteinhaus in Tenczynek, erbaut gegen Ende des 19. Jahrhunderts in der Örtlichkeit Rzeczki im Osten des Dorfes. Das Gebäude besitzt kleine Balkone, traditionelle Fenster und wird von einem Garten sowie Parkanlage umgeben, die alle Teil des unter Denkmalschutz stehenden Anwesens sind.
Das Haus wurde von Stanisław Pareński, Professor und Arzt der Jagiellonian-Universität, und seiner Frau Eliza erbaut und diente ihnen lange als Familiensitz. Nach Kriegszäsuren und Veränderungen wurde das gesamte Anwesen 1989 unter die Nummer A-601 ins polnische Denkmalbuch eingetragen.
Die Villa war Treffpunkt für Künstler und Schriftsteller aus ganz Polen. Der Name stammt von Eliza Pareńska, der Ehefrau des Hausbesitzers, und die Räume zeigen noch heute Spuren der Zeit, als bedeutende Kulturschaffende hier zu Gast waren.
Das Gelände liegt an der Straße ul. Pareńskiego 46 östlich von Tenczynek in der Nähe der alten Industriestätten und kann zu Fuß vom Ort aus erreicht werden. Der Zugang zum Gelände ist möglich, doch sollte man beachten, dass das Gebäude aktuell nicht renoviert ist und sich teilweise in Zerfallzustand befindet.
Der bekannte Künstler Stanisław Wyspiański besuchte die Villa mehrfach und porträtierte die Töchter des Hausherrn, Marysia und Zosia. Die Verbindung zur Kunstwelt war so stark, dass Wyspiański die Töchter später als Figuren in seinem Schauspiel Wesele verewigte.
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