Bismarckturm, Kommunikationsturm in Świebodzin, Polen.
Der Bismarckturm ist ein zylindrisches Bauwerk aus Stein und Ziegeln, das auf dem Weinberg in Świebodzin etwa 22 Meter in die Höhe ragt und mit einer Granitfassade verkleidet ist. Das Innere ist mit Treppen ausgestattet, die zu einer Beobachtungsplattform führen, und heute dient die Struktur als Funktürm mit Antennenanlagen.
Der Turm wurde im Herbst 1904 auf Initiative von Dr. Woge erbaut, wobei der Grundstein am 1. April 1905, dem 90. Geburtstag Otto von Bismarcks, gelegt wurde. Das Bauwerk entstand in einer Zeit, als solche Denkmäler in großem Maßstab in deutschen Ländern errichtet wurden.
Das Bauwerk war ursprünglich Teil eines Netzwerks von Bismarck-Denkmälern, die zwischen 1869 und 1934 in deutschen Gebieten zur Ehrung des ersten Reichskanzlers errichtet wurden. Heute wird der Turm vor allem als Funktürm wahrgenommen und sein historischer Hintergrund tritt in den täglichen Gebrauch in den Hintergrund.
Der Turm wird heute für Radiokommunikation genutzt und ist mit umfangreichen Antennensystemen für lokale Funkbetreiber ausgestattet. Besucher sollten sich vorher informieren, ob eine Besichtigung möglich ist, da der Funktürm in Betrieb ist und Zugang eingeschränkt sein kann.
Das Bauwerk verdankt sein Fortbestehen einem Funk-Enthusiasten, der es in den 1990er Jahren übernahm und vor völliger Zerstörung bewahrte, nachdem es jahrelang nach dem Krieg verlassen war. Diese rettende Initiative verwandelte ein verfällendes Monument in eine wiederverwendete Struktur.
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