Water tower in Pasym, Historischer Wasserturm in Pasym, Polen
Der Wasserturm in Pasym ist ein rundes Backsteingebäude aus dem späten 18. Jahrhundert, das nahe dem Stadtzentrum steht. Seine Fassade zeigt deutlich das Mauerwerk und ist mit Motiven wie Ochsenschädeln und Fruchtgirlanden verziert, die an antike römische Vorbilder angelehnt sind.
Der Turm wurde im späten 18. Jahrhundert als Teil eines Wasserversorgungssystems für die Stadt errichtet und 1777 mit einer äußeren Hülle aus Backstein versehen. Im Jahr 1823 gestaltete der Architekt Chrystian Piotr Aigner das Äußere neu und ließ sich dabei vom antiken römischen Grabmal der Caecilia Metella inspirieren.
Der Turm ist im Volksmund als 'Baszta' oder 'Okrąglak' bekannt, was auf Polnisch so viel wie 'runder Turm' oder 'Festungsturm' bedeutet. Diese Spitznamen spiegeln wider, wie die Einwohner das Gebäude über Generationen hinweg wahrgenommen und in ihr Alltagsleben eingebettet haben.
Der Turm liegt nahe dem Zentrum von Pasym und ist von außen gut sichtbar, sodass man ihn beim Durchqueren der Stadt leicht zu Fuß erreichen kann. Ein Besuch eignet sich am besten bei Tageslicht, wenn die Dekoration der Fassade gut zu erkennen ist.
Chrystian Piotr Aigner, der Architekt hinter der Umgestaltung von 1823, studierte in Italien und war auch für die Fassade der Annakirche in Warschau verantwortlich. In Polen gibt es noch ein weiteres Gebäude, das sich am Grabmal der Caecilia Metella orientiert: das Küchengebäude des Palastes Królikarnia, was zeigt, dass es eine bewusste Praxis war, Nutzbauten als edle Bauwerke zu verkleiden.
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