Krywałd, Industrieviertel in Knurów, Polen.
Krywałd ist ein Stadtteil in Knurów und war lange Zeit ein wichtiges Industriegebiet im südlichen Schlesien. Das Viertel enthält Wohnblöcke aus der Bergbauzeit neben kleineren Grünanlagen und erhaltenen Fabrikgebäuden.
Das Gebiet wurde bereits im 15. Jahrhundert besiedelt und 1458 als Crigewald erwähnt. Die Gegend erlebte große Veränderungen mit dem Aufstieg der Kohlenindustrie im 19. Jahrhundert.
In Krywałd sind noch heute Spuren der schlesischen Bergbautradition in der Architektur und den sozialen Strukturen sichtbar. Die alten Arbeiterviertel zeigen, wie Familien hier über Generationen hinweg lebten und ihre Gemeinschaft um die Zeche organisierten.
Der Stadtteil ist durch regelmäßige Busverbindungen mit anderen Orten Oberschlesiens verbunden. Man erreicht von hier aus leicht die benachbarten Städte Gliwice und Zabrze.
Krywałd war Standort der ersten Ammoniaksynthesefabrik Polens, die Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde. Diese Anlage war revolutionär für die polnische Chemieindustrie und produzierten Düngemittel für die Landwirtschaft.
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