Pomnik ofiar rzezi woli, Kriegsdenkmal im Stadtteil Wola, Warschau, Polen.
Das Denkmal für die Opfer des Massakers von Wola ist ein Gedenkstein aus finnischem Granit an der Ecke der Aleja Solidarności und der Ulica Leszno im Stadtteil Wola in Warschau. An seiner Oberfläche befinden sich zehn unregelmäßige Vertiefungen, und in den Stein sind Straßenadressen aus dem einstigen Viertel eingraviert.
Im August 1944, in den ersten Tagen des Warschauer Aufstands, töteten deutsche Streitkräfte im Stadtteil Wola innerhalb weniger Tage Zehntausende Zivilisten. Das Denkmal entstand Jahrzehnte später, um an dieses Ereignis zu erinnern, das zu den schwersten Massakern an Zivilisten im Zweiten Weltkrieg gehört.
In den Granitblock sind Straßenadressen aus dem Viertel eingearbeitet, die zeigen, dass die Opfer aus konkreten Häusern und Straßen stammten. Wer die Namen liest, erkennt, dass es sich um ein ganzes Wohnviertel handelte, nicht um einen abstrakten Ort.
Das Denkmal steht auf dem Skwer Pamięci, einem kleinen Platz in einer belebten Stadtgegend, der leicht zu Fuß erreichbar ist. Es lohnt sich, etwas Zeit mitzubringen, um die Inschriften auf dem Granit in Ruhe zu lesen.
Die Vertiefungen im Granit durchdringen den Block von einer Seite zur anderen, sodass man hindurchschauen kann. Wer sich die Zeit nimmt, durch diese Öffnungen zu blicken, erlebt eine körperliche Verbindung mit dem Stein, die man von einem Denkmal nicht unbedingt erwartet.
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