Sea Museum in Szczecin, Meeresmuseum in Szczecin, Polen.
Das Hauptgebäude des Nationalmuseums Stettin steht auf der Terrasse Wały Chrobrego über der Oder. Wilhelm Meyer-Schwartau entwarf es; errichtet wurde es 1908–1911 auf E-förmigem Grundriss in Modernismus und Jugendstil. Zwischen den Arkaden des Portikus zur Oder zeigen Reliefs die Cheopspyramide, den Parthenon, den Kölner Dom und den Petersdom; weibliche Figuren an der Südwand stehen für Malerei, Grafik und Bildhauerei. Mit der Kuppel ist das Gebäude 54 m hoch und wurde nie vollendet.
Der Bau wurde zwischen 1908 und 1911 nach einem Entwurf von Wilhelm Meyer-Schwartau errichtet und am 23. Juni 1913 als Stadtmuseum mit Kunstsammlungen eröffnet. Der ursprüngliche Plan eines vierflügeligen Komplexes mit zwei Innenhöfen wurde nie vollendet; die Eröffnung etwa der Hälfte des Vorhabens bedeutete das Ende der Bauarbeiten, und im Jahr darauf brach der Erste Weltkrieg aus. 1944 beschädigten Bombenangriffe die Dachebene, und am 21. März 1945 wurden die wertvollsten Exponate auf Schloss Coburg gebracht. Am 29. Juni 1948 eröffnete hier das Meeresmuseum, das zwei Jahre später in das Nationalmuseum Stettin eingegliedert wurde.
Der Name des Gebäudes geht auf das hier am 29. Juni 1948 eröffnete Meeresmuseum zurück, das zwei Jahre später dem Nationalmuseum Stettin eingegliedert wurde. Seit dem 1. Januar 1976 nutzt das Teatr Współczesny das Obergeschoss, Museum und Theater teilen sich also dasselbe Haus.
Der Besuch erfordert bequemes Schuhwerk, da die Ausstellungsräume auf mehrere Gebäude entlang des Ufers verteilt sind und man zwischen ihnen zu Fuß geht. Es empfiehlt sich, ausreichend Zeit einzuplanen, da die Sammlung sehr umfangreich ist und ein zügiger Rundgang nicht ausreicht, um alles zu sehen.
Unter den Exponaten befindet sich ein funktionsfähiges Modell im Maßstab 1:2 einer Schiffsdampfmaschine, das von Hand aus Fichtenholz gefertigt wurde, um die tatsächliche Funktionsweise der Maschinen an Bord zu zeigen. Dieses Modell macht die Mechanik auf eine Art und Weise greifbar, die statische Ausstellungsstücke allein nicht leisten können.
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