Gmach Muzeum Śląskiego w Katowicach, Modernes Museumsgebäude in Katowice, Polen.
Das Gmach Muzeum Schlesiens ist ein modernes Gebäude mit sieben Etagen und großen Glasflächen, die natürliches Licht in die Ausstellungsräume brachten. Die Konstruktion war funktional gestaltet und nutzte fortgeschrittene Klimakontrollsysteme, um die Kunstwerke und Sammlungen in den richtigen Bedingungen zu bewahren.
Das 1929 gegründete Schlesische Museum zeigte seine Sammlungen zunächst in Räumen des Schlesischen Sejm-Gebäudes. Karol Schayer erstellte den Entwurf 1935, der Bau begann 1936, und im August 1939 liefen noch die letzten Arbeiten. Im März 1940 ordneten die deutschen Besatzer den Abriss an; Häftlinge von Auschwitz-Birkenau führten ihn 1941–1944 aus und ließen nur einen kleinen Wohntrakt stehen.
Das Museum war ein Sammelpunkt für die Künstler und Besucher der Region, die hier die Geschichte und Kunstschätze Schlesiens erkundeten. Die Ausstellungen zeigten handwerkliche Techniken und traditionelle Lebensweisen, die für die lokale Bevölkerung eine wichtige Rolle in der Vermittlung ihrer eigenen Geschichte spielten.
Das Gebäude existiert nicht mehr: Es wurde zwischen 1941 und 1944 abgerissen, auf dem Grundstück steht ein sozialistischer Bürobau der 1950er Jahre. Die Pläne liegen im Archiv des Stadtamts Katowice, sodass sich der Bau nur auf Papier studieren lässt. Der Hauptturm verlief in Nord-Süd-Richtung senkrecht zur Jagiellońska-Straße, unter dem Haupttrakt führte eine befahrbare Straße hindurch.
Die Klimaanlage hielt den Druck im Gebäude über dem Atmosphärendruck, um Staub von den Sammlungen fernzuhalten. Aufzüge öffneten sich automatisch per Fotozelle, Rolltreppen verbanden die Etagen. Diese Anlagen reihten das Haus unter die modernsten öffentlichen Gebäude Europas ein.
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