St. Matthias, Gotisches Kirchengebäude in Wrocław, Polen
Die St.-Matthias-Kirche am Bischof-Nankier-Platz 17a ist eine gotische Backsteinkirche mit einschiffigem Langhaus auf Kreuzgrundriss, einem Querhaus, dessen drei Arme in polygonalen Apsiden enden, und einem Glockenturm in der Südostecke. Das Langhaus wurde 1569 erhöht, und der Turm trägt ein provisorisches Zeltdach, während er auf die Rekonstruktion seiner kupfergedeckten Haube wartet.
Die Kirche entstand im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts als Hofkapelle Heinrichs des Bärtigen und ging 1253 an die von Herzogin Anna mit einem Hospital angesiedelten Kreuzherren mit dem Roten Stern. Um 1400 wurden die Querhausarme angefügt, 1487 der kupfergedeckte Helm vollendet. Nach Aufhebung des Klosters 1810 Pfarrkirche, wurde sie 1945 und erneut 1958 beschädigt, 1961–1966 wiederaufgebaut und am 23. Oktober 1966 konsekriert.
Die Kirche ist heute eine Rektoratskirche, daneben befindet sich die Hochschulseelsorge „Maciejówka“. Zwei Gedenktafeln am Eingang ehren Angelus Silesius, der hier Seelsorger war, und den Komponisten Emanuel Kani (1827–1887), den Organisten der Kirche. In der Krypta liegt der schlesische Mystiker Johannes Scheffler, bekannt als Angelus Silesius.
Der Turm ist nicht zu besteigen: Er trägt ein provisorisches Zeltdach und wartet weiterhin auf die Rekonstruktion seiner Kupferhaube. Der Eingang liegt an der Ostseite der Szewska-Straße, pl. bpa Nankiera 17a. An der Mauer beim Eingang hängen zwei Gedenktafeln für Angelus Silesius und Emanuel Kani; vor der Kirche steht die barocke Figur des heiligen Johannes Nepomuk von 1723 aus der Hand Jan Jerzy Urbańskis.
Der 1487 fertiggestellte Turmhelm in Form einer kupfergedeckten Pyramide wurde 1662 wegen Baufälligkeit abgetragen und durch eine kleine barocke Zwiebelhaube ersetzt. Seit 1945 trägt der Turm nur ein provisorisches Zeltdach und wartet weiterhin auf die Rekonstruktion seines Helms.
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