Prusa 5 house, Wrocław
Das Prusa-5-Haus ist ein Wohnhaus in Wrocław aus dem Jahre 1902 im Jugendstil mit einer ungewöhnlichen gekrümmten Grundform statt einer rechtwinkligen Ecke. Der fünfgeschossige Bau zeigt zwei Eingänge, vertikale Erker mit Balkonen aus dekorativer Schmiedeeisen, ein breites Giebelfeld mit farbigen Wandmalereien von Sonne und Efeu sowie pflanzliche Steinmotive an Türen und Fenstern.
Das Haus wurde 1902 von Architekt Wilhelm Heller für Bruno Löffelholtz entworfen und verkörperte Innovationen im Wohnungsbau jener Zeit. Im Zweiten Weltkrieg erlitt es Beschädigungen durch Granatfeuer, verfiel dann jahrzehntelang, bis es 2006 durch ein Städteprogramm grundlegend saniert und dabei viele ursprüngliche Details und Farben wiederhergestellt wurden.
Das Haus trägt den Namen einer Straße in Wrocław und wurde in einer Zeit erbaut, als die Stadtbewohner neue künstlerische Ideen in ihren Häusern sehen wollten. Die pflanzlichen Motive und farbigen Wandmalereien an der Fassade zeigen, wie sehr die damaligen Bewohner die Natur liebten und Handwerk schätzten.
Das Haus liegt an einer Ecke in der Nähe des Stadtzentrums und ist leicht zu Fuß erreichbar; aufgrund seiner Lage fallen die ungewöhnlichen Kurven und Fassadendetails von vorne besonders auf. Der beste Blick auf die gesamte Struktur ergibt sich von schräg gegenüber, wo man die ganzen Ekerker und die obere Verglasung sehen kann.
Die Grundrissform des Hauses ist bewusst asymmetrisch, mit trapezförmigen Räumen im Erdgeschoss und Außentreppen, um den gebogenen äußeren Umriss zu unterstreichen. Diese unkonventionelle Anordnung war für Wohngebäude damals ungewöhnlich und machte es zu einem experimentellen Beispiel für moderne Wohnungsplanung.
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