Kalwaria Piekarska, Wallfahrtsort in Piekary Śląskie, Polen
Kalwaria Piekarska ist ein religiöser Gebäudekomplex in Piekary Śląskie, der sich über hügelige Geländeabschnitte erstreckt und mehrere Kapellen sowie Kirchen umfasst, die durch Wege miteinander verbunden sind. Diese Wege folgen dem Kreuzweg und führen die Besucher durch das gesamte Gelände, das als Wallfahrtsort anerkannt ist.
Pfarrer Bernard Purkop kaufte zwischen 1866 und 1871 den Hügel Cerekwica und errichtete einige Kapellen, doch die Verfolgungen des Kulturkampfs stoppten die Arbeiten. Nach seinem Tod 1882 erhielt die Pfarrei das Gelände 1888; Leopold Nerlich baute mit dem Franziskaner Władysław Schneider und dem Maurermeister Karol Ogórek den Kalvarienberg ab 1887 neu auf, die Kirche folgte 1891–1893.
Der Wallfahrtsort ist Schauplatz bedeutender jährlicher Versammlungen, bei denen Gläubige die Leidenswege Christi nachgehen. Die Besucher erleben hier eine lebendige Tradition, die Generationen von Gläubigen miteinander verbindet.
Das Gelände ist hügelig und muss vollständig zu Fuß erkundet werden, weshalb festes Schuhwerk empfehlenswert ist. In der Umgebung stehen verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung, was einen mehrtägigen Besuch erleichtert.
Die ersten Kapellen, ab den 1860er Jahren unter Pfarrer Bernard Purkop errichtet, galten später als „ohne jeden Plan und von eigenartigem Geschmack" gebaut. Ab 1887 ließ die Pfarrei die Kalvaria nach einem neuen Entwurf des Franziskaners Władysław Schneider neu errichten, der gerade nach zwölf Jahren im Heiligen Land zurückgekehrt war. Der Maurermeister Karol Ogórek, der Schwager des Priesters, leitete die Arbeiten ohne Bezahlung, und die Bewohner von Piekary und Umgebung halfen unentgeltlich.
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