Ilhas Selvagens, Vulkanischer Archipel im Nordatlantik, Portugal.
Die Ilhas Selvagens sind ein Archipel vulkanischen Ursprungs im Nordatlantik, der zwischen Madeira und den Kanarischen Inseln liegt und zu Portugal gehört. Die beiden größeren Landmassen heißen Selvagem Grande und Selvagem Pequena, während mehrere kleinere Felsen und Riffe die Gesamtfläche von knapp drei Quadratkilometern ergänzen.
Ein portugiesischer Seefahrer namens Diogo Gomes de Sintra entdeckte die Inseln im Jahr 1438 während der frühen Atlantikexpeditionen. Über Jahrhunderte dienten sie als Quelle für Flechten, die man zur Herstellung von Farbstoffen nutzte, bevor Portugal sie 1971 unter Naturschutz stellte.
Der Name stammt vom portugiesischen Wort für wild oder ungezähmt und beschreibt die rauen Bedingungen auf den unbewohnten Eilanden. Heute nutzen Biologen eine kleine Station auf Selvagem Grande als Basis für Feldstudien über Zugvögel und Meereslebewesen.
Ein Besuch erfordert eine Sondergenehmigung der portugiesischen Behörden, da die Inselgruppe strengen Schutzbestimmungen unterliegt. Die Überfahrt dauert mehrere Stunden ab Madeira und hängt stark von den Wetterbedingungen ab, weshalb spontane Reisen nicht möglich sind.
Die Gewässer rund um die Inseln beherbergen zahlreiche endemische Arten und bilden einen der größten Brutplätze für Gelbschnabel-Sturmtaucher im gesamten Atlantik. Bei Nacht kehren Tausende dieser Vögel gleichzeitig zu ihren Nesthöhlen zurück, was ein eindrucksvolles Naturschauspiel ergibt.
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