Cabo Girão, Kap und Klippe in Câmara de Lobos, Portugal.
Cabo Girão ist eine Steilküste an der Südküste Madeiras, die sich etwa 580 Meter über dem Atlantischen Ozean erhebt und als eine der höchsten Küstenklippen Europas gilt. Die Felswand fällt steil ins Meer ab und bietet von oben einen freien Blick auf den Ozean und die darunter liegenden Anbauflächen.
Am Cabo Girão kam es wiederholt zu Bergstürzen, so 1894 und am 4. März 1930, als herabstürzende Gesteinsmassen einen lokalen Tsunami auslösten, der bei Câmara de Lobos bis zu 300 Meter ins Landesinnere vordrang und etwa 20 Personen ins Meer hinauszog, wo sie ertranken. Die Kapelle Nossa Senhora da Fátima wurde 1974 erbaut und ersetzte eine kleinere Kapelle von 1931.
Die Terrassenfelder unter der Klippe, die Fajãs de Cabo Girão, waren früher nur per Boot erreichbar. Seit August 2003 bringt eine Seilbahn am Hang die Bauern zu diesen tiefer gelegenen, weiterhin bewirtschafteten Parzellen. Der Name des Kaps bedeutet auf Portugiesisch „Kap der Umkehr“.
Der gläserne Skywalk liegt oben auf der Klippe und ist über die Straße von Câmara de Lobos aus erreichbar, weniger als zwei Kilometer östlich. Eine im August 2003 errichtete Seilbahn verbindet den Hang mit den Terrassenfeldern darunter, die früher nur per Boot erreichbar waren. Das Kap dient zudem als Startplatz für Gleitschirmflieger und Base-Jumper.
Der Glas-Skywalk wurde Ende Oktober 2012 eröffnet, nicht 2015, und die Klippe darunter misst 560 bis 589 Meter, nicht 600. Die Plattform ist dem Grand Canyon Skywalk nachempfunden; die deutschsprachige Wikipedia bezeichnet sie als höchstgelegene Aussichtsplattform mit Glasboden weltweit. Der Name des Kaps bedeutet auf Portugiesisch „Kap der Umkehr“.
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