Ponte Maria Pia, Historische Eisenbahnbrücke in Porto, Portugal
Die Maria-Pia-Brücke ist ein schmiedeeisernes Eisenbahnviadukt im Norden Portugals, das auf 160 Metern Länge den Douro zwischen Porto und Vila Nova de Gaia überspannt. Der Bogen aus vernieteten Metallträgern hebt sich in einer Höhe von 61 Metern über das Flussbett und ruht auf gemauerten Widerlagern an beiden Ufern.
Der französische Ingenieur Gustave Eiffel vollendete dieses Eisenbahnbauwerk im Jahr 1877, das damals den längsten freitragenden Bogen der Welt aufwies. Die Brücke diente bis 1991 dem Zugverkehr zwischen Porto und Nordportugal, bevor sie durch ein zeitgemäßes Bauwerk ersetzt wurde.
Die Eisenbahnbrücke trägt den Namen von Königin Maria Pia von Savoyen, die Portugal im späten 19. Jahrhundert mit Italien verband. Seit 1982 steht das Bauwerk als Nationaldenkmal unter Schutz und zeugt vom industriellen Fortschritt des Landes.
Das Viadukt ist heute außer Betrieb und dient nicht mehr dem Bahnverkehr, lässt sich aber vom Flussufer aus betrachten. Beide Uferzonen in Porto und Vila Nova de Gaia bieten Sichtachsen auf die Metallkonstruktion über dem Wasser.
Der parabolische Bogen erreicht eine Spannweite von 37,5 Metern und nutzte seinerzeit ein neuartiges Bausystem aus vorgefertigten Eisenteilen. Diese Technik der Vorfertigung beeinflusste zahlreiche spätere Brückenbauten in Europa und Übersee.
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