Ponte Vasco da Gama, Schrägseilbrücke über den Tejo in Lissabon, Portugal.
Die Vasco da Gama Brücke ist eine etwa 12 Kilometer lange Straßenverbindung, die beide Ufer des Tejo verbindet und im Norden Lissabons auf Stützen aus Stahlbeton ruht. Hohe Pfeiler in H-Form tragen die mittleren Abschnitte, während flachere Viadukte die Annäherung an beide Ufer bilden.
Die Arbeiten begannen in der Mitte der 1990er Jahre, um eine zweite Überquerung des Tejo für den wachsenden Verkehr zu schaffen. Die Eröffnung fand 1998 statt und markierte den 500. Jahrestag der Indienreise des Seefahrers.
Die Brücke erinnert an den Entdecker Vasco da Gama, der im späten 15. Jahrhundert von Portugal aus in See stach. Sein Name steht für die Zeit, als portugiesische Schiffe neue Verbindungen zwischen Kontinenten eröffneten und Lissabon zu einem wichtigen Hafen machten.
Fahrzeuge in Richtung Norden zahlen Maut, während die Gegenrichtung gebührenfrei ist. Windböen können an exponierten Tagen stark sein, daher sollten besonders Motorradfahrer und Wohnmobilfahrer auf wechselnde Bedingungen vorbereitet sein.
Die Fundamente reichen 95 Meter unter den Meeresspiegel und ruhen auf dem Grund des Flusses, um bei Erdbeben Bewegung zuzulassen. Hydraulische Dämpfer absorbieren Schwingungen und lassen die Pfeiler nachgeben, ohne die Fahrbahndecke zu beschädigen.
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