Mouraria, Mittelalterliches Viertel in Lissabon, Portugal
Mouraria ist ein Viertel in Lissabon mit engen Gassen aus Kopfstein, die den Hügel unter der São-Jorge-Burg hinaufführen. Die traditionellen Häuser sind mit bunten portugiesischen Fliesen verziert und erzählen durch ihre Architektur die Geschichte des Ortes.
Nach der christlichen Eroberung Lissabons im 12. Jahrhundert wurde das Viertel als Wohngebiet für muslimische Bewohner bestimmt und blieb bis zum Ende des 15. Jahrhunderts ein Zentrum der koexistierenden Kulturen. Diese Zeit prägte die räumliche Struktur und das soziale Gefüge des Viertels nachhaltig.
Mouraria ist der Geburtsort der Fado-Musik, wo diese portugiesische Musikform ihre Wurzeln hat. Heute spiegelt sich diese musikalische Vergangenheit noch immer in den Bars und kleinen Lokalen wider, wo Bewohner und Besucher zusammenkommen.
Das Viertel ist am besten zu Fuß zu erkunden, da die engen Gassen nicht für den Durchgangsverkehr ausgelegt sind. Besucher sollten bequeme Schuhe mitbringen, da es überall bergauf und bergab geht und die Treppen zahlreich sind.
Die Wände des Viertels sind mit schwarz-weißen Fotografien lokaler Bewohner geschmückt, die von der Künstlerin Camilla Watson in die städtische Umgebung integriert wurden. Diese Porträts schaffen eine unerwartete Verbindung zwischen dem historischen Ort und den Menschen, die dort heute leben.
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