Sé Velha, Romanische Kathedrale in Coimbra, Portugal
Die Alte Kathedrale von Coimbra ist eine romanische Kirche im historischen Zentrum der portugiesischen Stadt Coimbra und gilt als nationales Denkmal. Das Bauwerk zeigt drei Schiffe mit massiven Steinsäulen und Gewölbedecken, deren über 380 geschnitzte Kapitelle geometrische Muster sowie pflanzliche und tierische Motive darstellen und die handwerkliche Kunstfertigkeit des Mittelalters bezeugen.
Der Bau begann 1164 unter Bischof Miguel Salomão und das Gebäude diente 1185 als Krönungsstätte für König Sancho I. von Portugal. Später verlor die Kathedrale ihre Rolle als bischöflicher Sitz, als eine neue Kathedrale im 16. Jahrhundert entstand und die liturgische Funktion übernahm.
Der Name geht auf eine romanische Wurzel zurück, die mit dem Begriff Kathedrale eng verbunden ist und die Bedeutung dieses Ortes für die Region widerspiegelt. Besucher bemerken heute die sakrale Nutzung des Gebäudes und die schlichten Formen, die zum Nachdenken einladen und eine stille Andacht ermöglichen.
Das Gebäude öffnet von Montag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr 30, samstags bis 18 Uhr 30 und sonntags von 11 bis 17 Uhr, wobei der Eingang über den Largo da Sé Velha erfolgt. Besucher sollten auf unebene Steinböden achten und bequeme Schuhe tragen, da das Innere viele Stufen und enge Durchgänge aufweist.
Die Especiosa-Tür zeigt Renaissanceskulpturen von João de Ruão mit den Propheten Jesaja und Johannes dem Täufer, die ein Medaillon mit Madonna und Kind tragen. Die Hauptkapelle enthält ein hölzernes Altarbild der flämischen Künstler Olivier de Gand und Jean d'Ypres aus dem frühen 16. Jahrhundert, das farbige Szenen aus dem Leben Christi darstellt.
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