Jardim da Manga, Renaissancegarten im Santa Cruz Kloster, Coimbra, Portugal
Der Garten liegt im Kloster Santa Cruz und besitzt einen zentralen Kuppelbau mit acht Säulen, um den sich vier kleine Kapellen und rechteckige Wasserbecken symmetrisch anordnen. Die Gesamtanlage verbindet geometrische Formen mit fließendem Wasser zu einem ausgewogenen Ganzen.
König Johann III. gab die Anlage 1533 in Auftrag und skizzierte das Klosterdesign auf seinem Ärmel als Vorlage. Dieses spontane Konzept wurde von Handwerkern und Architekten in den steinernen Garten umgesetzt, der bis heute besteht.
Die Garteneinteilung folgt christlichen Vorstellungen: vier Wasserwege symbolisieren die Flüsse des Paradieses und verteilen sich auf alle Himmelsrichtungen. Diese religiöse Bedeutung durchzieht das gesamte Design und macht den Ort zu einem spirituellen Raum.
Das Gelände ist relativ offen und leicht zu begehen, mit Wegen, die sich rund um den zentralen Bau winden. Es gibt vor Ort ein Restaurant und eine Cafeteria, falls du Zeit zum Entspannen einplanen möchtest.
Der französische Bildhauer Jean de Rouen fertigte drei kleine Altarbilder in den Kapellenräumen an, die französische Renaissance-Kunstfertigkeit nach Portugal brachten. Diese Werke zeigen, wie künstlerische Einflüsse aus Westeuropa am portugiesischen Hof Fuß fassten.
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