Farol da Ponta dos Capelinhos, Maritimer Leuchtturm in Capelo, Insel Faial, Portugal.
Ponta dos Capelinhos ist ein Leuchtturm aus Stein auf der Insel Faial in den Azoren, mit einem achteckigen Turm von etwa 20 Metern Höhe, einer Aussichtsloggia und einer darunter liegenden zwei Etagen umfassenden Wohnstelle für den Wärter. Das Bauwerk steht an der Westspitze der Insel, wo raue Meeresbedingungen herrschen und die felsige Küste dramatisch ins Wasser abfällt.
Der Leuchtturm wurde 1894 fertiggestellt, nachdem Seefahrer jahrelang um eine Navigationshilfe in diesen gefährlichen Gewässern gebeten hatten. Die Struktur spielte eine wichtige Rolle bei der sicheren Passage von Schiffen entlang der westlichen Azoren.
Der Leuchtturm steht als Zeichen der seefahrtlichen Verbindung zu dieser abgelegenen Inselgruppe und zeugt von der langen Geschichte der Fischerei und des Schiffsverkehrs in diesen Gewässern. Besucher können heute noch die praktische Funktion des Ortes nachvollziehen, wo Menschen über Generationen hinweg das Meer beobachtet haben.
Das Gelände ist mit dem Auto über die Hauptstraße durch Capelo erreichbar und verfügt über Parkplätze in der Nähe. Der Ort liegt etwas abseits, daher sollten Besucher Zeit einplanen und festes Schuhwerk mitbringen, da die Wege zu den Klippen und zum Strand uneben sind.
Ein großer Teil der Struktur wurde 1957 durch einen Vulkanausbruch unter Asche und Lavafluss begraben und verwandelte das funktionierende Bauwerk in eine geologische Stätte. Der teilweise verschüttete Leuchtturm ist ein außergewöhnliches Beispiel dafür, wie natürliche Katastrophen ein Gebäude erhalten und gleichzeitig seinen Zweck verändert haben.
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