Galerias Romanas da Rua da Prata, Römischer Kryptoportikus in Santa Maria Maior, Lissabon, Portugal.
Die Galerias Romanas da Rua da Prata sind unterirdische Gewölbekorridore aus römischer Zeit, die sich unter den Straßen von Lissabon erstrecken. Die gemauerten Gänge mit ihren geschwungenen Decken dienten einst als Unterbau für die darüber errichteten Stadtgebäude.
Die Gänge wurden vermutlich während der Regierungszeit von Kaiser Augustus errichtet, also im Übergang zwischen dem ersten Jahrhundert vor und nach Christus. Sie zeigen, wie die Römer städtischen Raum organisierten, indem sie eine solide unterirdische Infrastruktur als Grundlage für die Bebauung darüber schufen.
In die Wände sind Inschriften eingraviert, die zwei römischen Bürgern gewidmet sind: Marcus Afranius Euporio und Lucius Fabius Daphnus, die diesen Ort der Öffentlichkeit überließen. Die Straße darüber trägt seit Jahrhunderten ihren Namen und spiegelt die lange Geschichte des Handels in diesem Viertel wider.
Der Eingang befindet sich über einen Schacht in der Rua da Conceição, und Besuche sind ausschließlich im Rahmen geführter Gruppentouren möglich. Da das Gelände regelmäßig überschwemmt wird, finden Besuche nur zu bestimmten Jahreszeiten statt, weshalb es sich lohnt, vorab zu prüfen, ob Termine verfügbar sind.
Bevor ein Besuch stattfinden kann, müssen Feuerwehrleute das eingedrungene Wasser abpumpen, was jeden Besuch von vornherein zeitlich begrenzt. Die Gänge sind damit einer der wenigen Orte in Lissabon, an denen das Eingreifen der Feuerwehr zum Besuchsprogramm gehört.
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