Cordoaria Nacional, Industrieerbemuseum in Belém, Portugal
Die Cordoaria Nacional ist ein ehemaliges Schiffstauerwerk entlang des Tejo-Ufers, das sich über etwa 400 Meter erstreckt und mit traditionellen portugiesischen Elementen aus dem 18. Jahrhundert gebaut wurde. Der rechteckige Bau mit seinen hohen Decken und offenen Grundrissen zeigt deutlich seine ursprüngliche Funktion als Produktionsstätte.
Das Werk wurde 1779 durch Erlass gegründet und diente mehr als zwei Jahrhunderte lang als Marinefertigungsstätte für die portugiesische Flotte. Der Betrieb endete erst in den 1990er Jahren, als moderne Produktionsmethoden die traditionelle Handwerk ersetzten.
Das Gebäude wurde früher für die Herstellung von Tauen und Flaggen genutzt, und diese industrielle Vergangenheit prägt bis heute das Aussehen der langen, offenen Räume. Besucher können die Funktionalität des Ortes noch spüren, wenn sie durch die hohen Hallen gehen.
Besucher sollten wissen, dass die Räume große Höhen haben und das Gelände weitläufig ist, daher ist gutes Schuhwerk empfohlen. Das Gebäude ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und liegt in einem leicht zugänglichen Bereich mit zusätzlichen Parkoptionen in der Nähe.
Die außergewöhnliche Länge des Gebäudes war notwendig, um Seile in voller Länge herstellen zu können, ein Verfahren das Raum für Dehnung und Verdrehung erforderte. Dieses technische Merkmal macht die Cordoaria zu einem seltenen Beispiel einer Fabrik, deren Grundriss direkt von ihrem Herstellungsprozess bestimmt wurde.
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