Conimbriga, Römische archäologische Stätte in Condeixa-a-Nova, Portugal.
Conímbriga ist eine römische Stadt aus Stein nahe Condeixa-a-Velha in Portugal, deren ausgegrabene Überreste gepflasterte Straßen, öffentliche Thermen und Privathäuser mit Mosaiken zeigen. Das Gelände erstreckt sich über mehrere Terrassen und umfasst auch Reste einer späteren Befestigungsmauer, die nur einen Teil der früheren Siedlung schützte.
Der Ort entstand als keltische Siedlung im 9. Jahrhundert vor Christus und wurde später von römischen Truppen im Jahr 139 vor Christus eingenommen. Die Römer entwickelten ihn über mehrere Jahrhunderte zu einem wohlhabenden Handelsposten, bis germanische Überfälle im 5. Jahrhundert die Bewohner zwangen, innerhalb neuer Schutzwälle zu siedeln.
Die Wasserbecken in den Peristylhöfen der Patrizierhäuser fließen noch heute, gespeist durch ein ausgeklügeltes Leitungssystem aus der Römerzeit. Besucher sehen in den Wohnbereichen, wie römische Familien ihre Räume um bepflanzte Innenhöfe organisierten.
Der Rundgang dauert etwa eineinhalb Stunden und führt über befestigte Wege zwischen den verschiedenen Gebäuderesten. Ein Museum am Eingang zeigt Fundstücke und bietet Orientierung zum Gelände, bevor man die Außenbereiche erkundet.
Die größten Privathäuser besitzen insgesamt über 500 Quadratmeter Bodenmosaik, darunter ein Jagdszenen-Mosaik mit über 60 verschiedenen Tierarten. Nur etwa ein Zehntel der ursprünglichen Stadt wurde freigelegt, der Rest liegt noch unter den benachbarten Feldern.
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