Banat, Historische Region in Osteuropa
Banat ist eine historische Region im östlichen Europa, die sich über Teile Rumäniens, Serbiens und Ungarns erstreckt und zwischen Marosch im Norden und Donau im Süden liegt. Das Gebiet umfasst flache Ebenen im Westen und bewaldete Gebirgszüge im Osten, durchzogen von Flüssen wie Temesch und Bega.
Die osmanischen Truppen herrschten vom 16. Jahrhundert bis 1718, als das Gebiet durch den Vertrag von Passarowitz an die Habsburger fiel. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Territorium zwischen Rumänien, Serbien und Ungarn aufgeteilt, wobei die Grenzen bis heute weitgehend erhalten blieben.
In den Dörfern der Region zeigen sich heute die Spuren mehrsprachiger Gemeinschaften durch Ortsnamen, Kirchenarchitektur und Straßenschilder, die auf Rumänisch, Serbisch und Ungarisch beschriftet sind. Die Donauschwaben brachten eigene Bauweisen mit sich, die man an den Höfen und Kirchen ablesen kann, während orthodoxe Kirchen und katholische Sakralbauten oft Seite an Seite stehen.
Die landschaftliche Vielfalt reicht von offenen Feldern bis zu bewaldeten Hügeln, wobei sich die Hauptrouten meist entlang der Flüsse orientieren. Wer die ländlichen Teile besucht, sollte Ortskenntnisse oder Karten mitbringen, da die Beschilderung stellenweise spärlich ist.
Der Name leitet sich vom persischen Wort für Herr ab, eingeführt durch die Awaren zur Bezeichnung einer Grenzprovinz unter militärischer Verwaltung. Die Berghänge im Osten beherbergen noch Fledermauskolonien in alten Stollen, die heute teils als Naturschutzgebiete gelten.
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