Kastell Cigmău, Römische Militärfestung in Cigmău, Rumänien.
Castra Germisara ist eine römische Militärfestung in Cigmău mit trapezförmiger Grundrissform und Mauern von etwa 320 Metern Länge auf einem hohen Gelände am nördlichen Ufer des Mureș-Flusses. Die Anlage erstreckt sich über etwa 4 Hektar und zeigt die typische Struktur eines römischen Hilfsforts mit separaten Bereichen für verschiedene militärische Funktionen.
Die Festung entstand im 2. Jahrhundert als wichtiger Militärstützpunkt in Dakien Oberen und war später Teil der Verwaltungsregion Dakien Apulensien. Ihre Lage an einem strategischen Flussbogen machte sie zu einem Schlüsselpunkt für die römische Kontrolle der Region während mehrerer Jahrhunderte.
Der Name Germisara stammt aus dakischen Sprachelelementen, die sich auf Thermalquellen beziehen, was in alten geographischen Quellen dokumentiert ist. Diese Namenswahl zeigt, wie die Römer lokale Besonderheiten in ihren Bezeichnungen für militärische Standorte widerspiegelten.
Die Grundmauern und archäologischen Überreste sind vor Ort sichtbar, obwohl die Site sich in einem teilweise bewachsenen Zustand befindet und vom Fluss aus am leichtesten zu erreichen ist. Artefakte und Inschriften vom Platz werden im Museum für dakische und römische Zivilisation in Deva ausgestellt, wo Besucher ein vollständigeres Verständnis der Garnison erhalten.
Das Fort enthält zwei ungewöhnlich große Speichergebäude westlich des Kommandanturgebäudes, die in ihren Ausmaßen größer sind als bei anderen römischen Hilfsforts üblich. Diese übergroße Lagerfähigkeit deutet darauf hin, dass die Garnison eine Versorgungsstation für andere Einheiten in der Region war.
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