Lipscani, Handelsstraße in der Altstadt, Bukarest, Rumänien
Die Lipscani ist eine Fußgängerzone im mittelalterlichen Zentrum von Bukarest, die verschiedene Baustile vom Barock über Klassizismus bis zum Jugendstil miteinander verbindet. Die Straße verläuft durch mehrere vernetzte Plätze und kleinere Gassen mit Restaurants, Bars und Geschäften auf beiden Seiten.
Die Gegend entstand im Mittelalter als Handelszentrum und erhielt 1750 ihren Namen von Kaufleuten aus Leipzig, die Waren aus Westeuropa einführten. Zuvor hieß sie Ulița Mare und diente als Hauptverkehrsader durch die Stadt.
Das Viertel hat seinen Ursprung in mittelalterlichen Handwerkstraditionen, die in den Straßennamen wie Blănari für Kürschner oder Șelari für Sattler noch heute sichtbar sind. Diese Namen erinnern an die spezialisierte Handwerkerkultur, die das Viertel über Jahrhunderte geprägt hat.
Der Untergrund ist uneben und an manchen Stellen buckelig, daher sollte man auf bequemes Schuhwerk achten. Die Zone ist immer belebt, aber frühe Stunden sind weniger überlaufen und bieten bessere Chancen, die Fassaden zu fotografieren.
Das Viertel entging einer geplanten Zerstörung in der Kommunistischen Ära, wodurch mittelalterliche Strukturen neben modernen Geschäftsketten erhalten blieben. Diese Vermischung alter und neuer Elemente schafft eine ungewöhnliche urbane Schicht, die sichtbar macht, wie die Stadt verschiedene Zeitperioden überlagert.
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