Govăjdia Blast Furnace, Industriedenkmal in Govăjdia, Rumänien
Der Hochofen von Govăjdia ist ein Industriedenkmal am westlichen Dorfrand von Govăjdia in Ghelari, Rumänien. Die Anlage zeigt einen rechteckigen Steinbau mit Werkstattgebäuden und erhaltenen technischen Einrichtungen aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Franz I. von Österreich ließ die Anlage zwischen 1806 und 1810 als Produktionsstätte für Roheisen errichten. Sie führte damals ein neues Verfahren ein, bei dem der Ofen dauerhaft betrieben wurde, ohne ihn regelmäßig abkühlen zu müssen.
Der Name des Ortes weist auf alte Verbindungen zwischen Eisen und der Region hin, die Besucher heute an den erhaltenen Mauern und technischen Elementen nachvollziehen können. Wanderer entdecken oft Details der Ofenanlage, die zeigen, wie Handwerker im frühen 19. Jahrhundert mit großer Genauigkeit arbeiteten.
Der Zugang erfolgt über eine Schmalspurbahn, die von Teliucu Superior ausgeht und zur Anlage führt. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und genügend Zeit für den Weg entlang der alten Gleise einplanen.
Gussstücke aus dieser Anlage gelangten nach Frankreich und wurden dort in der Fertigung für den Eiffelturm eingesetzt. Die Verbindung zwischen einem abgelegenen Tal in Siebenbürgen und einem Pariser Wahrzeichen überrascht viele Besucher.
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