Naltschik, Hauptstadt in Kabardino-Balkarien, Russland.
Diese Stadt im Nordkaukasus liegt am Fuß einer halbkreisförmigen Bergkette auf einer Höhe von etwa 500 Metern über dem Meeresspiegel. Breite Straßen durchziehen Wohnviertel mit sowjetischer Architektur, die sich um einen zentralen Bereich mit Verwaltungsgebäuden und Grünflächen gruppieren.
Das russische Kaiserreich errichtete hier 1818 einen befestigten Stützpunkt als Teil der Grenzsicherung im Kaukasus. Anfang der 1920er-Jahre entwickelte sich die Siedlung zur Hauptstadt einer autonomen Region innerhalb der neu gegründeten Sowjetunion.
Der Name der Stadt leitet sich von dem kabardischen Wort für Hufeisen ab, das auf die Form der umliegenden Bergkette verweist. Bewohner der Stadt nutzen die vielen Parks als Treffpunkte, wobei die Wege zwischen Brunnenanlagen und schattigen Alleen zum Spazierengehen einladen.
Die Temperaturen liegen im Winter um oder knapp unter dem Gefrierpunkt, im Sommer steigen sie auf etwa 20 Grad Celsius. Zahlreiche Kureinrichtungen verteilen sich über die Stadt, wobei Mineralquellen für unterschiedliche Therapien genutzt werden.
Einige Betriebe in der Stadt verarbeiten seltene Metalle wie Molybdän und Wolfram, die vor allem in technischen Anwendungen zum Einsatz kommen. Diese Produktion geht auf sowjetische Industrieprojekte zurück, die hier Zugang zu natürlichen Ressourcen fanden.
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