Tuwa, Republik im südlichen Sibirien, Russland
Tuwa ist eine Republik im südlichen Sibirien, Russland, die sich zwischen den Gebirgszügen des Sajangebirges und Tannu-Ola erstreckt und rund 170.500 Quadratkilometer (65.800 Quadratmeilen) Berge, Wälder und Flüsse umfasst. Die Hauptstadt Kysyl liegt am Zusammenfluss zweier Quellflüsse, während das übrige Territorium hauptsächlich aus dünn besiedeltem Hochland und Tälern besteht, die von nur wenigen asphaltierten Straßen durchquert werden.
Das Gebiet wandelte sich 1914 von einem chinesischen Einflussgebiet zu einem russischen Protektorat, erlebte dann als Tannu-Tuwa eine Phase der Unabhängigkeit, bis es 1944 durch die Sowjetunion annektiert wurde. Während dieser Jahrzehnte veränderten politische Umbrüche die innere Verwaltung und brachten neue Siedlungsformen sowie den Ausbau einiger Infrastruktur mit sich.
Die Bevölkerung spricht sowohl Tuwinisch als auch Russisch, und buddhistische Klöster prägen das religiöse Leben neben schamanischen Ritualen, die weiterhin praktiziert werden. Reisende können Jurten in den Weidegebieten sehen, wo Nomaden ihre Herden begleiten und alte Handwerkstechniken wie Filzherstellung am Leben erhalten.
Die Anreise in die Hauptstadt Kysyl erfolgt in der Regel über einen Flug nach Abakan in Sibirien, gefolgt von einer etwa siebenstündigen Fahrt über Bergpässe. Reisende sollten sich auf abgelegene Bedingungen, begrenzte Mobilfunknetze und raue Wetterwechsel vorbereiten, besonders außerhalb der Sommermonate.
Die Region gilt als geografisches Zentrum Asiens und beherbergt mehr als 8.000 Flüsse, darunter die Oberläufe des Jenissei, der hier aus mehreren Quellflüssen zusammenfließt. Die Landschaft wechselt von dichten Nadelwäldern zu offenen Steppen, was Besuchern innerhalb kurzer Distanzen sehr unterschiedliche Naturräume zeigt.
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