Pskow, Historisches Handelszentrum im Nordwesten Russlands.
Pskow ist eine Stadt im nordwestlichen Russland, die am Zusammenfluss der Flüsse Welikaja und Pskowa liegt und durch mittelalterliche Steinmauern und Kirchtürme aus hellem Kalkstein geprägt wird. Die Bebauung erstreckt sich über beide Flussufer, mit engen Gassen in der Altstadt und breiteren Straßen in den Außenbezirken, während das Kremlin auf einer Anhöhe über dem Wasser thront.
Bereits im 10. Jahrhundert existierte hier eine Siedlung, die sich später zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt der Hanse entwickelte und russische Gebiete mit baltischen Häfen verband. Über Jahrhunderte hinweg erweiterten die Bewohner die Befestigungsanlagen, um sich gegen Angriffe aus dem Westen zu schützen, bis die Stadt im 18. Jahrhundert ihre militärische Bedeutung verlor.
In den orthodoxen Kirchen der Stadt versammeln sich an Festtagen Einheimische zum Gottesdienst, und das Läuten der Glocken prägt den Tagesrhythmus. In den Altstadtgassen bemerkt man Bewohner, die auf den Bänken vor den Häusern sitzen und miteinander sprechen, während am Ufer der Welikaja Familien spazieren gehen und Kinder zwischen den historischen Gebäuden spielen.
Die Bahnhofstation bietet mehrmals täglich Verbindungen nach Sankt Petersburg und Moskau sowie in andere größere russische Städte. Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte beachten, dass sich viele Sehenswürdigkeiten in der Altstadt innerhalb kurzer Gehentfernung befinden, während die Außenbezirke mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.
Die Verteidigungsanlage umfasst 40 Türme und etwa 6 Kilometer (knapp 4 Meilen) Mauern, womit sie zu den größten erhaltenen mittelalterlichen Befestigungskomplexen in Nordeuropa zählt. In einigen Mauerabschnitten können Besucher noch die alten Durchgänge und Kammern erkunden, die früher den Wachposten dienten.
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