Weliki Nowgorod, Mittelalterliche Festung im Nordwesten Russlands
Weliki Nowgorod ist eine historische Stadt im Nordwesten Russlands am Fluss Wolchow mit einer großen Festungsanlage, dem Kreml, der mehrere Türme und die Sophienkathedrale umfasst. Die Stadtlandschaft erstreckt sich über beide Ufer des Flusses, wobei der Kreml auf der westlichen Seite liegt und die alten Viertel mit Kirchen und Klöstern in den umliegenden Gebieten verteilt sind.
Die Stadt entstand im 9. Jahrhundert und entwickelte sich zu einer eigenständigen Republik mit einer öffentlichen Versammlung, die politische Entscheidungen traf. Diese Selbstverwaltung endete 1478, als Moskau die Stadt annektierte und in das wachsende russische Zarenreich eingliederte.
In den Galerien und Kirchen der Stadt hängen religiöse Ikonen, die teilweise noch aus dem 11. Jahrhundert stammen und die Entwicklung russischer Maltechniken über Jahrhunderte hinweg zeigen. Besucher können nachvollziehen, wie sich der Stil der orthodoxen Malerei im Laufe der Zeit verändert hat und welche Bedeutung diese Kunstwerke für Gläubige hatten.
Die Stadt liegt an der Bundesstraße M10 zwischen Moskau und Sankt Petersburg, was sie zu einem günstigen Zwischenstopp für Reisende macht. Wer die Altstadt erkunden möchte, sollte bequeme Schuhe einplanen, da die Wege zwischen Kreml, Kirchen und Klöstern oft steinig oder uneben sind.
Die bronzenen Türen der Sophienkathedrale zeigen 48 Relieftafeln mit biblischen Szenen, die im 12. Jahrhundert von deutschen Handwerkern angefertigt wurden. Diese Kombination aus russischer Ikonografie und westeuropäischer Metallbearbeitung ist in der Region selten zu finden und verdeutlicht die Handelsbeziehungen der Stadt über große Entfernungen.
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