Sachalin, Insel im fernöstlichen Russland.
Sachalin liegt zwischen dem Ochotskischen Meer und dem Japanischen Meer und erstreckt sich über eine Länge von etwa 1000 Kilometern mit zwei parallelen Gebirgszügen, die Höhen bis zu 1609 Metern erreichen. Die Küstenlinien wechseln zwischen felsigen Klippen im Westen und flacheren Buchten im Osten, während dichte Nadelwälder große Teile der Insel bedecken.
Die Ming-Dynastie errichtete 1616 einen Grenzstein auf der Insel, um ihre Ansprüche zu markieren, doch später wechselte die Kontrolle mehrfach zwischen Russland und Japan. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam das gesamte Gebiet unter sowjetische Verwaltung und blieb seither Teil Russlands.
Auf der Insel leben mehrheitlich Russen neben koreanischen Familien, während die Nivkh und Orok ihre eigenen Sprachen bewahren und traditionell vom Fischfang leben. In den kleineren Siedlungen sieht man noch hölzerne Räucherhütten und die alten Techniken der Lachsverarbeitung, die seit Generationen weitergegeben werden.
Die Wirtschaft der Insel stützt sich auf Erdölförderung, Erdgasgewinnung, Kohlebergbau, Forstwirtschaft und kommerzielle Fischerei, was sich in den Häfen und Industrieanlagen entlang der Küste zeigt. Reisende sollten sich auf ein raues Klima mit langen, kalten Wintern und kühlen Sommern einstellen, bei dem warme Kleidung das ganze Jahr über nützlich ist.
Die russische Regierung bietet kostenloses Land an Bürger an, die hierher ziehen, um den Bevölkerungsrückgang zu stoppen und die entlegene Region zu stabilisieren. Trotz der reichen Bodenschätze bleibt die Infrastruktur begrenzt, und viele Dörfer sind nur über unbefestigte Straßen oder per Boot erreichbar.
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