Yongning Temple Stele, Buddhistische Stele in Tyr bei Nikolajewsk am Amur, Russland.
Die Yongning-Tempel-Stele ist ein steinernes Denkmal im Arsenyev-Museum in Wladiwostok, Russland, das auf mehreren Seiten Inschriften in chinesischer, dschurchenischer, mongolischer und tibetischer Schrift trägt. Der Stein ist auf einem Sockel aufgestellt und kann von allen Seiten betrachtet werden.
Die Ming-Dynastie ließ diese Stele im Jahr 1413 errichten, um die Gründung des Yongning-Tempels durch den Eunuchen Yishiha am Militärstützpunkt Nurgan zu feiern. Zwei Jahrzehnte später wurde am selben Ort ein zweites Denkmal aufgestellt, das über die gleichen Ereignisse berichtet.
Der Stein trägt in vier Schriften die buddhistische Mantra Om mani padme hum, was zeigt, wie verschiedene Völker und Glaubensrichtungen in der Region zusammentrafen. Wer den Stein heute im Museum betrachtet, kann die verschiedenen Schriftzeichen nebeneinander sehen und so eine außergewöhnliche sprachliche Vielfalt einer vergangenen Epoche direkt erleben.
Die Stele ist im Arsenyev-Museum in Wladiwostok ausgestellt, wo sie in einer Innenraumgalerie besichtigt werden kann. Es empfiehlt sich, vorher die Öffnungszeiten des Museums zu prüfen und bei Bedarf nach dem genauen Ausstellungsraum zu fragen.
Diese Stele gilt als die letzte bekannte Inschrift in großem Maßstab in dschurchenischer Schrift, bevor dieses Schriftsystem im Laufe des 15. Jahrhunderts aus dem Gebrauch verschwand. Wer den Stein heute betrachtet, sieht damit eines der letzten Zeugnisse einer Schrift, die danach niemand mehr verwendete.
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