Festung Schlüsselburg, Mittelalterliche Festung auf der Insel Orekhovy in Schlyüsselburg, Russland
Die Festung Oreshek steht auf der kleinen Insel Orekhovy an der Stelle, wo die Newa aus dem Ladogasee entspringt. Sieben Türme umgeben einen Innenhof, und die dicken Steinmauern tragen noch immer Spuren vergangener Belagerungen und Kämpfe.
Die Republik Nowgorod errichtete hier 1323 eine erste hölzerne Befestigung, um die Handelsrouten nach Norden zu sichern. Später eroberten schwedische Truppen die Anlage, bevor Peter der Große sie zurückeroberte und Russland den dauerhaften Zugang zur Ostsee sicherte.
Der Name Schlüsselburg leitet sich vom deutschen Wort für Schlüssel ab, da die Festung einst als strategischer Zugang zur Ostsee galt. Zwischen den Mauern erkennt man noch heute die düsteren Kasematten, in denen während der Zarenzeit politische Gefangene unter harten Bedingungen inhaftiert waren.
Eine Fähre bringt Besucher vom Ufer bei Petrokrepost hinüber zur Insel, da die Festung auf dem Wasser liegt. Der Rundgang führt über unebene Wege und teils steile Treppen, daher sollte man festes Schuhwerk tragen.
Während der Belagerung von Leningrad hielten sowjetische Soldaten diesen strategischen Punkt über 500 Tage lang, obwohl deutsches Artilleriefeuer die Mauern ununterbrochen beschoss. Die Verteidiger überlebten mit minimalen Vorräten und nutzten den Schutz der dicken Festungswände.
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