Ladogakanal, Wassertransportsystem in Oblast Leningrad, Russland.
Der Ladoga-Kanal ist ein Wassertransportsystem im Leningrader Gebiet, das sich über 117 Kilometer zwischen Newa und Swir erstreckt und dabei den Ladogasee umgeht. Das System besteht aus einem älteren und einem neueren Abschnitt, die parallel verlaufen und sich durch Breite, Tiefe und Schleusengestaltung unterscheiden.
Die Arbeiten begannen 1719 unter der Aufsicht Peters des Großen, um Handelsschiffen eine geschützte Route zwischen zwei wichtigen Flüssen zu bieten. Ein zweiter Kanal wurde mehr als ein Jahrhundert später gegraben, nachdem der erste Abschnitt für den wachsenden Frachtverkehr zu eng geworden war.
Zwei getrennte Kanäle ziehen sich nebeneinander durch die Landschaft und zeigen deutlich den Wandel russischer Wasserbaukunst über fast zwei Jahrhunderte. Fischer und Freizeitkapitäne nutzen heute vor allem die Uferzonen des neueren Abschnitts, der mit seinen breiteren Schleusen mehr Bewegungsfreiheit bietet.
Kleine Boote können den neueren Kanalabschnitt noch befahren, wobei die Durchfahrt ruhiger ist als eine Überquerung des offenen Sees. Wer die Ufer entlang fährt, sollte auf Schleusen und schmale Passagen achten, besonders in den Bereichen nahe den Flussmündungen.
Während seiner Blütezeit im 19. Jahrhundert passierten jährlich rund 15.000 Schiffe und 10.000 Flöße diesen Wasserweg in Richtung Sankt Petersburg. Diese Zahlen spiegeln die zentrale Rolle wider, die der Kanal im Gütertransport Russlands einst spielte, bevor die Eisenbahn zur Hauptverkehrsader wurde.
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