Wolchow, Flusssystem zwischen Ilmensee und Ladogasee in den Oblasts Nowgorod und Leningrad, Russland
Der Volchov ist ein Fluss im Nordwesten Russlands, der sich über etwa 224 Kilometer erstreckt und den Ilmensee mit dem Ladogasee verbindet. Sein Lauf durchquert weite Ebenen und waldreiches Gelände, unterbrochen von flachen Uferzonen und vereinzelten Siedlungen entlang des Wassers.
Im 9. Jahrhundert diente der Fluss als wichtige Handelsroute zwischen Nordeuropa und den östlichen Regionen, genutzt von skandinavischen Händlern und Siedlern. Klöster und Befestigungen entstanden später am Ufer, um Handelswege und Ortschaften zu schützen.
Der Volchov verbindet noch heute Dörfer und Städte am Ufer, die vom Fischfang und der Schifffahrt geprägt sind. Holzboote und kleine Anlegestellen gehören zum gewohnten Bild, wenn man entlang der Ortschaften wandert.
Der Fluss friert etwa von Mitte November bis Mitte April zu, was das Befahren in dieser Zeit unmöglich macht. Der Wasserstand schwankt je nach Zustand des Ilmensees, weshalb man sich vor einer Fahrt über die aktuellen Bedingungen informieren sollte.
Im Jahr 1926 entstand hier die erste Wasserkraftanlage der Sowjetunion, deren Überreste man noch heute erkennen kann. Die Anlage markierte einen Wendepunkt in der Industrialisierung der Region und prägte den Flusslauf dauerhaft.
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