Anitschkow-Palais, Kaiserpalast an der Newski-Prospekt, Sankt Petersburg, Russland
Der Anitschkow-Palast ist ein kaiserliches Gebäude am Fontanka-Ufer im Zentrum von Sankt Petersburg, das während der Zarenzeit als Residenz diente. Seine Fassade verbindet Säulenreihen mit verschnörkelten Details, die typisch für den Übergang vom Barock zum Klassizismus sind.
Kaiserin Elisabeth beauftragte 1741 den Architekten Francesco Bartolomeo Rastrelli mit dem Entwurf, der erst 1754 abgeschlossen wurde. Später erhielt es mehrere Umbauten unter anderen Herrschern, bis es nach 1917 in ein Museum und dann in eine Bildungseinrichtung umgewandelt wurde.
Der Name stammt vom Ingenieur Michail Anitschkow, der im 18. Jahrhundert eine nahe Brücke errichten ließ. Heute beherbergt das Gebäude den Sankt Petersburger Stadtpalast für Jugendkreativität, wo junge Menschen aus der ganzen Stadt an Musik-, Kunst- und Wissenschaftsprogrammen teilnehmen.
Der Großteil der Räume ist für offizielle Empfänge reserviert und für Besucher geschlossen, aber ein kleiner Museumsbereich öffnet zu festgelegten Zeiten. Vor dem Besuch sollte man sich informieren, welche Bereiche zugänglich sind, da sich die Öffnungsregelungen ändern können.
Zar Nikolaus II. verbrachte hier seine Kindheit und fühlte sich in den gemütlicheren Räumen wohler als im riesigen Winterpalast. Er kehrte auch als Erwachsener oft zurück, weil ihm die familiäre Atmosphäre fehlte.
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