Bolgar, Historische Siedlung in Tatarstan, Russland.
Bolğar ist eine antike Siedlung im Bezirk Spasski in der Republik Tatarstan, heute ein archäologisches Gelände mit Ruinen entlang des Wolgaufers. Die Überreste umfassen Steinbauten wie Moscheen, Mausoleen und Bäder aus verschiedenen Epochen des Mittelalters.
Die Siedlung entstand im 8. Jahrhundert als Handelsposten an der Wolga und wurde später Hauptstadt des Reiches Wolga-Bulgarien. Nach Jahrhunderten des Handels und des Wachstums verfiel sie im 14. Jahrhundert nach Überfällen und Veränderungen der Handelsrouten.
Der Ort gilt Muslimen in Russland als heilig, weil die Religion hier im Jahr 922 offiziell angenommen wurde. Pilger besuchen heute Schreine und Gedenkstätten, die an diesen Moment der religiösen Geschichte erinnern.
Besucher erreichen das Gelände über die Straße oder mit dem Wasserbus von Kasan aus, wobei die Flussfahrt etwa zwei Stunden dauert. Wege führen zwischen den einzelnen Ruinen hindurch, und bequeme Schuhe sind hilfreich, da das Areal weitläufig ist.
Die weiße Moschee aus dem 21. Jahrhundert neben den mittelalterlichen Ruinen ist eines der größten muslimischen Gebetshäuser in Europa und zieht Besucher mit ihrer modernen Architektur an. Ihr Innenhof bietet einen weiten Blick auf den Fluss und die umliegenden Felder.
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