Taganrog, Hafenstadt in Oblast Rostow, Russland.
Taganrog ist eine Hafenstadt am nördlichen Ufer der Taganrog-Bucht im Asowschen Meer, die sich über mehrere Kilometer entlang der Küste erstreckt. Breite Boulevards durchziehen den historischen Stadtkern, während sich industrielle Viertel in den Randbezirken ausbreiten und dem Stadtbild eine funktionale Prägung verleihen.
Peter der Große gründete die Stadt 1698 als ersten russischen Marinestützpunkt am Asowschen Meer, was ihr eine strategische Bedeutung für die südliche Expansion des Zarenreichs verlieh. Im 19. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einem wichtigen Handelszentrum und zog Kaufleute aus verschiedenen Regionen an.
Entlang der Hauptstraße organisieren lokale Ensembles das ganze Jahr über Open-Air-Konzerte, die ein breites Publikum aus allen Stadtteilen anziehen. Die Bewohner verbringen Sommerabende im Park neben dem Theater, wo regelmäßig kleine Aufführungen und Lesungen lokaler Autoren stattfinden, die eine lebendige literarische Tradition fortsetzen.
Straßenbahnen und Busse verbinden die Wohnviertel mit dem Bahnhof im Zentrum, wodurch die meisten Stadtteile relativ einfach zu erreichen sind. Da die Hauptstraßen parallel zur Küste verlaufen, erleichtert die klare Orientierung das Erkunden zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Eine steinerne Außentreppe aus dem frühen 19. Jahrhundert führt vom historischen Zentrum direkt zum Strand hinunter und wurde von griechischen Kaufleuten finanziert, die hier Geschäfte betrieben. Kleine Fischerboote liegen noch heute in der Nähe dieser Treppe vertäut, die einen direkten Blick auf die Bucht ermöglicht.
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