Zarenkanone, Belagerungsartillerie in Moskau, Russland
Dieses bronzene Geschütz steht heute auf dem Gelände des Moskauer Kremls nahe dem Glockenturm Iwan der Große und zählt zu den größten jemals gegossenen Kanonen. Die vier verzierte Kanonenkugeln neben dem Rohr sind spätere dekorative Ergänzungen, die aus demselben Material gefertigt wurden und zusammen mehrere Tonnen wiegen.
Andrey Chokhov goss dieses Geschütz im Jahr 1586 während der Herrschaft von Fjodor Iwanowitsch im Kreml von Moskau. Die Waffe wurde in einer Zeit ständiger Bedrohungen durch Invasoren aus dem Osten und Süden hergestellt, als die Verteidigung der Hauptstadt oberste Priorität hatte.
Der Name bezieht sich auf die außergewöhnliche Größe dieses bronzenen Geschützes, das seit Jahrhunderten als Symbol russischer Handwerkskunst und Macht dient. Besucher können heute die detailreichen Reliefdarstellungen am Rohr betrachten, die als handwerkliche Meisterleistung der späten Renaissance in Moskau gelten.
Das Geschütz steht frei zugänglich im Freien auf einer Steinplattform im westlichen Teil des Kathedralenplatzes im Kreml. Besucher können das Exponat aus der Nähe betrachten, wobei Absperrungen einen respektvollen Abstand gewährleisten.
Eine Untersuchung von 1980 fand Schießpulverrückstände im Inneren des Rohrs und widerlegte damit die verbreitete Annahme, das Geschütz sei niemals abgefeuert worden. Das riesige Kaliber machte den Transport und die Handhabung äußerst schwierig, sodass ein tatsächlicher Einsatz auf dem Schlachtfeld kaum praktikabel gewesen wäre.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.