Mariä-Verkündigungs-Kathedrale, Orthodoxe Kathedrale im Moskauer Kreml, Russland
Die Verkündigungskathedrale ist ein orthodoxes Gotteshaus aus Ziegeln mit fünf vergoldeten Kuppeln im Moskauer Kreml. Die Wände innen tragen detaillierte religiöse Malereien, die aus verschiedenen Epochen des russischen Mittelalters stammen.
Baumeister aus Pskow errichteten das Gebäude 1489 auf Befehl Iwans III. als persönliche Kirche der Herrscherfamilie. Später im 16. Jahrhundert wurden zusätzliche Kapellen und ein Glockenturm hinzugefügt, um den wachsenden Bedürfnissen des Hofes zu entsprechen.
Die Kirche trägt den Namen des Verkündigungsfests und diente den russischen Herrschern für Taufen, Hochzeiten und private Gottesdienste während der Zarenzeit. Besucher können noch heute Wandmalereien aus dem 15. und 16. Jahrhundert betrachten, die biblische Szenen in traditionellem Stil darstellen.
Der Eintritt ist nur im Rahmen des Kreml-Museumsbesuchs möglich, wobei religiöse Zeremonien einmal im Jahr am Fest der Verkündigung stattfinden. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da der Zugang gepflasterte Wege und einige Stufen umfasst.
Der Boden besteht aus Feuersteinstücken mit Einlagen aus Achat und Jaspis, die Iwan der Schreckliche aus Rostow hierher bringen ließ. Diese seltene Bodenkonstruktion sollte nach damaligem Glauben schützende und heilende Wirkung entfalten.
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