Isaakskathedrale, Orthodoxes Kirchenmuseum in Sankt Petersburg, Russland
Die Isaakskathedrale ist ein orthodoxes Gotteshaus und Museum im Zentrum von Sankt Petersburg, das durch seinen vergoldeten Zentraldom weithin sichtbar ist. Das rechteckige Bauwerk aus Granit und Marmor erreicht eine Höhe von 101 Metern und ist von vier kleineren Ecktürmen umgeben.
Der französische Architekt Auguste de Montferrand legte 1818 die Pläne vor und überwachte die Bauarbeiten bis zur Fertigstellung im Jahr 1858. Nach der Revolution von 1917 wurde das Gebäude in ein Museum umgewandelt und dient seither nicht mehr als Hauptkirche.
Die religiöse Kunst im Innenraum zeigt großflächige Mosaike, Wandgemälde und skulpturale Arbeiten aus Malachit und Lapislazuli, die während der Zarenzeit entstanden. Viele Besucher betrachten die Kathedrale heute als Symbol der russisch-orthodoxen Tradition und als wichtiges Zeugnis imperialer Pracht in Sankt Petersburg.
Das Museum ist mittwochs geschlossen und öffnet ansonsten täglich zwischen 10 und 18 Uhr, im Sommer bis 21 Uhr. Besucher können auch die Aussichtsplattform in der Kuppel über eine steile Wendeltreppe erreichen, was einen Rundumblick über die Stadt ermöglicht.
Das Fundament ruht auf 24.000 Holzpfählen, die in den sumpfigen Untergrund gerammt wurden, um das enorme Gewicht von etwa 300.000 Tonnen zu tragen. Während der Belagerung Leningrads im Zweiten Weltkrieg diente die Kuppel als Orientierungspunkt für die Verteidiger und blieb weitgehend unbeschädigt.
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