Denissowa-Höhle, Archäologische Höhle im Altai-Gebirge, Russland.
Die Denisova-Höhle ist eine paläolithische Fundstelle im Altai-Gebirge in Russland, gebildet durch Kalksteinauflösung über Jahrtausende. Die drei Hauptkammern werden durch enge Gänge verbunden, wobei die zentrale Kammer einen Boden von etwa 9 mal 11 Metern aufweist und auf einer Höhe von 670 Metern liegt.
Systematische Ausgrabungen begannen 1977 unter sowjetischen Archäologen, die rasch Steinwerkzeuge und Tierknochen ans Licht brachten. Spätere Untersuchungen führten ab 2008 zur Entdeckung von Knochenfragmenten, die auf mehr als 280.000 Jahre zurückdatiert wurden und eine zuvor unbekannte menschliche Linie dokumentieren.
Der Name stammt von einem Einsiedler namens Denis, der im 18. Jahrhundert hier gelebt haben soll. Heute dient der Ort vor allem wissenschaftlichen Teams, die dort kontinuierlich nach neuen Fossilien und Spuren menschlicher Besiedlung suchen.
Die konstante Temperatur nahe null Grad Celsius im Inneren schafft optimale Bedingungen für die Konservierung von DNA und organischem Material. Besucher sollten auf niedrige Durchgänge und unebene Böden achten, die besonders bei feuchtem Wetter rutschig werden können.
Forscher identifizierten sieben einzelne Fossilien von mindestens zwei unterschiedlichen menschlichen Gruppen, die hier über Zehntausende von Jahren gleichzeitig oder zeitversetzt lebten. Eine besonders zarte Knochennadel aus der Zeit vor etwa 50.000 Jahren zeugt von fortgeschrittenen handwerklichen Fähigkeiten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.