Tschagyrskaja-Höhle, Archäologische Höhle im Altai-Gebirge, Russland
Die Chagyrskaja-Höhle ist eine archäologische Höhle in den Altai-Bergen in Russland, mit einem breiten Steineingang, der sich zum Flusstal hin öffnet, und mehreren Kammern, die sich etwa 35 Meter in den Hügel erstrecken. Ausgrabungen haben Steinwerkzeuge, Tierknochen und Neandertaler-Überreste zutage gefördert, die die Höhle zu einem der bedeutendsten Fundorte der Altsteinzeit in der Region machen.
Die ersten systematischen Ausgrabungen begannen 1984 und legten Besiedlungsschichten frei, die bis vor etwa 59.000 Jahren zurückreichen, als Neandertaler in und um die Höhle lebten. Im Laufe der Zeit wechselten sich verschiedene Bewohner ab, darunter Hyänen und andere Raubtiere, die die Höhle zwischen den menschlichen Besiedlungsphasen nutzten.
Die Chagyrskaja-Höhle ist für Neandertaler bekannt, deren Knochen und Werkzeuge vor Ort gefunden wurden, was sie zu einem der wenigen Orte macht, an denen man die materielle Hinterlassenschaft dieser frühen Menschen direkt studieren kann. Besucher, die mit einem Forschungsteam ankommen, können sehen, wie Schicht für Schicht des Bodens freigelegt wird, um das Leben vor Zehntausenden von Jahren zu enthüllen.
Die Höhle liegt hoch über dem Flusstal und ist nur über steile, unbefestigte Pfade erreichbar, die festes Schuhwerk und Vorsicht erfordern. Im Sommer sind die Bedingungen am besten, da Forschungsteams oft vor Ort sind und die Zugangswege weniger gefährlich sind.
DNA-Analysen der in der Höhle gefundenen Neandertaler-Knochen zeigten, dass einige der dort lebenden Individuen eng miteinander verwandt waren, was darauf hindeutet, dass es sich um Mitglieder derselben kleinen Gruppe handelte. Dies gibt den Forschern einen direkten Einblick in die Familien- und Gruppenstruktur dieser frühen Menschen.
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