Venusfigurinen von Malta, Paläolithische Skulpturen am Baikalsee, Russland
Die Sammlung der Venus-Figürchen von Mal'ta besteht aus etwa 30 weiblichen Figuren, die aus Mammutelfenbein und Rentiergeweih geschnitzt wurden. Die Arbeiten reichen von wenigen Zentimetern bis etwa 13 Zentimetern Höhe und sind in ihrer handwerklichen Ausführung bemerkenswert detailliert.
Diese Schnitzereien wurden zwischen 1956 und 1958 von Archäologen entlang der Angara in der Nähe des Baikalsees entdeckt. Der Fund liefert Einblicke in die künstlerische Aktivität der Menschen während des Jungpaläolithikums in Sibirien.
Die Figuren zeigen Merkmale, die in europäischen Paläolithikum-Kunstwerken selten vorkommen, etwa flache Nasen und tiefliegende Augen. Sie unterscheiden sich deutlich von gleichzeitigen Darstellungen anderer Regionen.
Die Sammlung wird im Eremitage-Museum in Sankt Petersburg aufbewahrt und kann dort besichtigt werden. Besucher sollten beachten, dass die Objekte klein sind und eine genaue Betrachtung erfordern, um ihre Details zu würdigen.
Etwa die Hälfte der Figuren trägt eingravierte Muster, die Kleidung oder Fell darstellen könnten. Ihre abgeflachten Unterseiten deuten darauf hin, dass sie aufrecht stehen sollten, was eine bewusste Gestaltung für die Ausstellung zeigt.
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