Russisches Museum für Ethnographie, Ethnographisches Museum im Palastbezirk, Sankt Petersburg, Russland
Das Russische Ethnographische Museum ist ein Gebäude im Palaisviertel von Sankt Petersburg, das Zeugnisse des Lebens verschiedener Volksgruppen bewahrt. Die Ausstellungsräume zeigen Kleidung, Werkzeuge, Möbel und religiöse Objekte aus unterschiedlichen Klimazonen und Gesellschaftsformen.
Zar Nikolaus II. gründete die Einrichtung 1895 als Teil eines größeren Museums, um das kulturelle Erbe verschiedener Gemeinschaften zu dokumentieren. Die Bestände wuchsen durch Expeditionen und Schenkungen in den folgenden Jahrzehnten erheblich an.
Die Sammlung trägt Namen, die aus mehreren historischen Perioden und administrativen Bereichen stammen, weil sie Regionen zeigt, die einst unter einer gemeinsamen Herrschaft standen. Besucher sehen Beispiele von Handarbeit, Alltagsgegenständen und Zeremonialkleidung, die das Leben in ländlichen Gebieten und Städten nachzeichnen.
Das Museum öffnet von Dienstag bis Sonntag am späten Vormittag und schließt am frühen Abend, mit Einrichtungen für Rollstuhlfahrer an den Eingängen. Die zentrale Lage im historischen Zentrum macht den Besuch gut mit anderen Sehenswürdigkeiten kombinierbar.
Ein Adeliger stiftete umfangreiche Aufzeichnungen über das ländliche Leben im späten 19. Jahrhundert, die heute einen Grundstock der Bestände bilden. Diese Materialien enthalten Zeichnungen, Notizen und Fragebögen, die Feldforschung in entlegenen Dörfern dokumentieren.
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