Kitai-Gorod, Historisches Viertel im Zentrum von Moskau, Russland.
Kitai-Gorod ist ein altes Handelsviertel im Zentrum Moskaus, das sich zwischen dem Kreml und dem modernen Stadtkern erstreckt. Steinkirchen, Handelshäuser aus verschiedenen Jahrhunderten und erhaltene Abschnitte der Befestigungsmauern prägen das Stadtbild und erinnern an die mittelalterliche Vergangenheit.
Das Viertel entstand im 14. Jahrhundert als Kaufmannsansiedlung und wurde 1539 mit 13 Türmen und sechs Toren befestigt. Über die Jahrhunderte diente es als Handels- und Finanzzentrum, bis sowjetische Umbauten im 20. Jahrhundert weite Teile der alten Bausubstanz beseitigten.
Der Name stammt vom russischen Wort kita, das auf ein Bausystem mit gebündelten Holzpfählen verweist, die einst die frühen Verteidigungsanlagen bildeten. Dieses alte Befestigungsverfahren prägte die Bezeichnung des Viertels und erinnert bis heute an seine Ursprünge als ummauerte Siedlung.
Mehrere Metrostationen erschließen das Gebiet und erleichtern den Zugang zu Fuß. Das Kaufhaus GUM am Roten Platz bietet Einkaufsmöglichkeiten im Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, während umliegende Gassen zu kleineren Läden und Kirchen führen.
Unter den Straßen liegen Kellergewölbe aus dem 16. Jahrhundert, die einst als Lagerräume für Händler dienten und heute teilweise als Museumsräume genutzt werden. Manche dieser Räume bewahren noch Spuren alter Handelsaktivität und geben Einblick in das kommerzielle Leben vergangener Zeiten.
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