Phanagoria, Archäologische Stätte auf der Taman-Halbinsel, Russland.
Phanagoria ist eine antike Stadtruine auf der Taman-Halbinsel mit Überresten von Wohngebäuden, öffentlichen Plätzen und Befestigungsanlagen, die sich über ein großes Areal verteilen. Die verschiedenen Schichten zeigen unterschiedliche Perioden menschlicher Besiedlung, mit Mauern, Fundamenten und Keramikfunden, die das Alltagsleben dokumentieren.
Kolonisten aus der griechischen Stadt Teos gründeten den Ort um 543 v. Chr. und machten ihn zu einem wichtigen Handelsplatz zwischen dem Mittelmeerraum und dem Kaukasus. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten verschiedene Völker die Kontrolle über die Stadt, bis sie teilweise unter Wasser des Taman-Golfs versank.
Der Ort war ein Treffpunkt zwischen Griechen, Skythen und Sarmaten, wo Menschen verschiedener Herkunft zusammenlebten und ihre Handelsnetze verflochten. Diese Vermischung prägte das tägliche Leben und hinterließ Spuren in Objekten und Bauweisen, die Archäologen heute noch freilegen.
Die Ruinen liegen teilweise an Land und teilweise unter Wasser, daher ist es sinnvoll, den Ort bei gutem Wetter zu besuchen, wenn die Sicht gut ist. Die Zusammenarbeit zwischen Landarchäologen und Unterwasserteams macht ganzjährig Arbeit möglich, mit der Hauptaktivität jedoch in den wärmeren Monaten.
Ein großer Teil der Stadt versank im Taman-Golf und kann nur von Tauchern erforscht werden, was Phanagoria zu einem ungewöhnlichen archäologischen Projekt macht. Die Unterwasserfunde zeigen, dass die Stadt über Jahrhunderte langsam absank, wobei Gebäude und Artefakte in Schlamm konserviert wurden.
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