Goujon-Werk, Metallurgisches Werk in Ost-Moskau, Russland.
Das Moskauer Metallurgiewerk ist ein Industriekomplex im Osten Moskaus mit Stahlproduktionsstätten, die Speziallegierungen und nichtrostenden Stahl herstellen. Die Anlage nutzte Elektroöfen zur Fertigung dieser hochwertigen Metallprodukte.
Jules Goujon gründete das Werk 1883 als Drahtfabrik und entwickelte es zu einer großen Stahlproduktionsstätte. Bis 1913 war es zu einer der führenden Fabriken Russlands gewachsen.
Das Werk produzierte das spezielle Chrom-Nickel-Stahl-Legierung, das 1937 für die berühmte sowjetische Skulptur "Arbeiter und Kolchozbäuerin" verwendet wurde. Diese Verbindung zeigt, wie industrielle Produktion damals unmittelbar mit großen künstlerischen Projekten verwoben war.
Das Gelände ist im Osten Moskaus gelegen und war ein großflächiger Industrie-Standort mit mehreren Gebäuden und Produktionsarealen. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein ehemaliges Industriegelände handelt, das heute nicht mehr in Betrieb ist.
Das Werk blieb während des Zweiten Weltkriegs in Betrieb und produzierte Panzerkomponenten, obwohl es sehr nah an der Kreml-Festung lag. Diese Nähe zur politischen Zentrale zeigt, wie zentral die Fabrik für die sowjetische Rüstungsindustrie war.
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